Vergessene Heiltinkturen: Alkoholfreie Pflanzenextrakte und ihre heilkundlichen Anwendungen

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Tinkturen zählen zu den wichtigsten Heilmitteln der Naturheilkunde, sind aber aufgrund ihres Alkoholgehalts für viele Menschen nicht geeignet. Wie viele Methoden der Zubereitung und Konservierung von heilenden Mitteln ohne Alkohol es gibt, ist in Vergessenheit geraten.

Gabriela Nedoma beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Wirkung alkoholfreier Extrakte. Für dieses Buch hat sie jahrhundertealte Rezepte aufgestöbert, ausprobiert und gesammelt.

Nedoma beschreibt am Anfang wie sie Begann sich mit dem Thema zu beschäftigten. Da war ein Satz von Rudolf Hauschka sehr prägend: „Alkohol konserviert, aber zerstört das Lebendige.”

Sie erklärt die wichtigsten Gruppen der alkoholfreien Heiltinkturen, bei welchen Beschwerden sie helfen und wie man sie ganz leicht selbst zuhause zubereiten kann.

Ihr druckfrisches Buch „Vergessene Heiltinkturen: alkoholfreie Pflanzenextrakte und ihre heilkundige Anwendung“ ist wirklich ein Paradigmenwechsel in der Naturheilkunde: hin zu Heilkräften der Natur und zurück zum archaischen Heilwissen unserer Vorfahren.

Gabriela hat die Gabe, moderne Forschungsergebnisse mit uraltem Wissen und Anwendungen zusammen und uns wieder näher zu bringen. Sie führt zu den Wurzeln der Weltmedizin und erweckt das Heilwissen der früheren Generationen wieder zum Leben.

Im Buch geht es um nährende Arzneien und heilsame Nahrungsmittel wie Agrestum, dem biblischen Saft aus grünen Trauben – Oxymel, eine antike Medizin aus Honig und Essig – Defrutum, dem heilsamen Vollwertsirup der Römer – Pyxis, dem mineralischen Aschetrunk der Gladiatoren – Milch, dem sakralen Elixier der Natur und weitere sechs kraftvolle Arzneien der Geschichte.

Gabriela hat für dieses Buch viele Jahre geforscht und eine einmalige Zusammenführung bzw. ein Neubegreifen dieser Naturheilmittel geschaffen.

Sie geht zurück zu der Ursprung der Heilkunde, in der Arzneien aus Naturelementen wie Feuer, Erde, Wasser und Luft bestanden und zieht uns in diesem Bann.

OXYMEL: Nektarsüße Heiltinktur

Eine der interessantesten Heiltinkturen ist Oxymel. Seit 2500 Jahre dokumentiert, wurde die aus Honig und Essig hergestellte Arznei bei Fieber, Husten oder Vergiftungen angewendet. Als Isotonikum ist Oxymel unschlagbar und vitalisiert Sportler und ältere Personen bei Mineralstoff- und Wasserverlust.

Mit Heilpflanzen versetzt, ergibt Oxymel alkoholfreie Tinkturen für Kinder und alkoholabstinente Personen. Doch nicht genug: mit Oxymel lassen sich rohe und vollwertige Sirups zubereiten.

Das Herz Kräuterbegeisterter schlägt höher, denn damit können einige Klassiker wie Holunderblütensirup, Fichtenspitzensirup und Spitwegerichsirup schnell zubereitet werden – wohlgemerkt ohne raffiniertem Weißzucker und industriell hergestellter Zitronensäure! Und damit ist es raus: Oxymel ist nicht nur ausgesprochen gesund, sondern auch kulinarisch ein Genuss.

ERDE: Intuitive Medizin

Ein weiteres Thema des Gespräches ist die Angst vor der Natur und damit unsere Entfernung vom Natürlichen. So werden wir zum Beispiel geprägt vom Begriff Schmutz, Erde muss weggewaschen werden vor dem Essen und möglichst keine Berührung mit Erde im Mund.

Dabei ist Erde eine intuitive Medizin, die Menschen seit Urzeiten zu sich nehmen, um die Gesundheit zu stärken. Erde ist ein altbewährtes Naturheilmittel gegen Sodbrennen, Durchfall und Vergiftungen, sie neutralisiert Schadstoffe und auf der Haut aufgetragen wirkt sie entzündungshemmend und wundheilend. Somit liefert Erde eine natürliche, einfache Antwort auf zahlreiche Probleme unserer Zeit.

ASCHE: Die Feuermedizin

Eines der wichtigsten Welt-Medikamente ist Asche und Gabriela Nedoma begeisterte mich im Gespräch von dieser Essenz der Pflanzen, denn Asche enthält die Signatur der Pflanze in mineralischer Form. Wenn Ihr erfahrt, wie Gladiatoren damit „knochenstark“ wurden, werdet auch Ihr Euch von Gabrielas Begeisterung für das „graues Gold“, eines der ältesten Naturheilmittel, anstecken lassen. Die Asche hilft der Strukturierung der Knochen, nährt und stärkt sie.

HUSTEN-OXYMEL MIT SPITZWEGERICH

500 g Waldhonig

250 g Apfelessig

Ein 500-ml-Glas mit frischem Spitzwegerich

Spitzwegerich waschen, abtupfen und in kleine Stücke schneiden. Alle Inhaltsstoffe in ein Glas füllen und mit dem Pürierstab gut mixen. 1 Woche dunkel extrahieren, immer wieder schütteln. Die Tinktur abseihen und in eine Flasche füllen.

Anwendung: Bei Husten, Erkältungen und Affektionen der Atemwege 1 EL bei Bedarf unverdünnt einnehmen (für Kinder die Menge halbieren).

Haltbarkeit: 1 Jahr bei kühler und dunkler Lagerung.

“Vergessene Heiltinkturen: Alkoholfreie Pflanzenextrakte und ihre heilkundlichen Anwendungen” Gebundenes Buch – 25. Januar 2019 von Gabriela Nedoma

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