Was ist Realität? Die Neue Karte von Kosmos und Bewusstsein

Teile die Bücher

Was ist die Wirklichkeit? Was passiert mit uns nach dem Tod? Ervin Laszlos “Neue Karte von Kosmos und Bewusstsein” ist das Produkt eines halben Jahrhunderts tiefer Kontemplation und hochmoderner Wissenschaft.

Laszlo, ein renommierter Systemwissenschaftler und Integraltheoretiker, stellt sein Konzept der „tiefen Dimension“ der Realität vor – eines, in dem alles in einem nahtlosen, nicht reduzierbaren Ganzen verbunden ist.

Indem Laszlo die Grenzen zwischen Naturwissenschaft, Geist und Spiritualität auflöst, entdeckt er ein Reich jenseits der Raumzeit, einen Ort, den er „das Akasha Holofeld“ nennt. Dieser ursprüngliche Grund des Kosmos enthält alle Erinnerungen und Gedanken im Universum und schafft einen vernetzten und harmonischen Komplex von Systemen, der die uneingeschränkte Kommunikation und Evolution des Bewusstseins zwischen allen Wesen ermöglicht.

„Was ist Realität?“ wird durch aufschlussreiche Kommentare von vielen tiefschürfenden Denkern, Wissenschaftlern und spirituellen Führern bereichert. Mit einem Vorwort von Bestseller-Autor Deepak Chopra und einer Einführung von Stanislav Grof, einem führenden Psychiater und Innovator auf dem Gebiet der transpersonalen Psychologie, ist dieses Buch ein bahnbrechender Blick auf die Fragen, die moderne Wissenschaftler bisher verwirrt haben.

Im Laufe der Geschichte haben sich Menschen immer wieder die Frage gestellt: „Was ist das wahre Wesen der Realität?“ Denn sie ahnten, dass die Realität nicht notwendigerweise dem entspricht, was wir sehen, sondern mehr zu ihr gehören könnte als das, was zu sehen, hören und fühlen wir fähig sind.

Viele Antworten haben sich mit der Zeit ergeben, doch entweder mussten diese in die jeweils gültigen Denksysteme hineinpassen oder sie wurzelten in der persönlichen Einsicht eines Propheten oder irgendeines charismatischen Individuums. Heutzutage aber können wir auf diese Frage eine wissenschaftlich begründete Antwort geben – eine Antwort, die sich aus Befunden ergibt, welche auf den dafür jeweils relevanten Feldern wissenschaftlicher Forschung ans Licht kommen.

Dieses Vorhaben ist von großer Bedeutung, muss aber regelmäßig überprüft werden. Denn Wissenschaftler haben keinen privilegierten Zugang zur Realität, sondern stellen Beobachtungen an, leiten aus ihren Beobachtungen Theorien ab und aus diesen wiederum einen Entwurf, welcher das Wesen der Realität zu erklären versucht. Dabei widmen Physiker sich den physischen Aspekten und Geistes- und Sozialwissenschaftler den psychologischen, sozialen und soziokulturellen Aspekten der Realität.

Aus ihren Studien entwickeln sie Theorien, die einem Denkkonzept möglichst nahekommen, in welchem sich all diese beobachteten Fakten miteinander verknüpfen lassen, denn das ist, mit Einstein zu sprechen, die Aufgabe der Wissenschaftler. Diese Denkkonzepte können sich ändern. Wenn neue Versuchsanordnungen und dementsprechend neue Beobachtungen gemacht werden, entwickeln sich neue Denkkonzepte, und neue Eigenschaften der Welt treten zutage.

Die Realität, die jetzt in der Wissenschaft ans Licht kommt, geht immer weiter über die Welt hinaus, die wir sehen, hören und fühlen können. Die jüngsten Theorien haben nichts mehr mit einer Ansammlung und Katalogisierung von sinnlich erfahrbaren Elementen zu tun, sondern sind hochgradige Extrapolationen. Sie beschreiben keine Sandkörnchen und Himmelskörper mehr, sondern postulieren Ereignismuster, die auf kohärente Weise interagieren. Und damit wird auch die Beobachtung von Sandkörnchen und Himmelskörpern neu gedeutet.

In der Physik nimmt diese Neudeutung oftmals die Gestalt von Differentialgleichungen an; und diese ordnen dann die Grundstruktur von Sandkörnchen und Himmelskörpern neu an und stellen einen Bezug zur Beobachtung anderer Dinge in anderen Forschungsgebieten her.

Der Physiker Sir Arthur Eddington machte einmal die Bemerkung, dass, aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet, selbst die eigene Ehefrau eine komplexe Differentialgleichung sei. (Allerdings gab er den Rat, diesen Gedanken nicht unbedingt ins häusliche Leben zu übertragen.) Wissenschaftstheorie deutet „beobachtete Fakten“ auf eine Weise, die es ihr ermöglicht, diese als integrale Bestandteile einer in sich kohärenten Realität zu erfassen.

Die Realität, die sich heute auf dem Gipfel der Wissenschaft abzeichnet, löst die Realität der klassischen Physik ab, in der Materieteilchen in einem passiven Raum innerhalb einer gleichgültig dahinfließenden Zeit interagieren. Die neue Realität nimmt eine allumfassende Verbindung aller Dinge im Universum wahr. Nicht mehr auf Materie gründet sie sich, sondern sie bezieht Raum und Zeit in die allumfassende Interaktion mit ein, welche Evolution innerhalb des gesamten Systems der Welt bedeutet.

Doch dieses Konzept ist nicht völlig neu, denn intuitiv wusste man seit Jahrtausenden davon. Platon sagte, alles Wissen sei Wiedererinnerung. Demgemäß können wir uns gegenwärtig daran erinnern, dass wir Teil einer integralen Realität sind, in der wir uns mit allem, was uns umgibt, gemeinsam entwickeln. Verbundenheit und Koevolution sind das Herz dieser neuen Karte von Kosmos und Bewusstsein, einer Karte, die uns den besten Einblick in das wahre Wesen der Realität zu geben verspricht, den wir je hatten.

Das hier vorliegende Buch beschreibt die entscheidenden Aspekte dieser Karte und setzt sich mit ihnen auseinander. Dieses jüngst wiederentdeckte Konzept von Verbundenheit und Koevolution bietet nicht nur das beste, sondern aus heutiger Sicht auch das vertrauenswürdigste Verständnis für das Wesen der Realität, das wir je hatten – jene Realität, welche den Rahmen für unser Leben bildet und unserer Existenz Sinn verleiht.

Ervin Laszlo verbrachte seine Kindheit in Budapest. Er war ein berühmtes Wunderkind, mit öffentlichen Auftritten bereits im Alter von neun Jahren. Nach einem Sieg Grand Prix beim internationalen Musikwettbe­werb in Genf durfte er den Eisernen Vorhang überqueren und eine internationale Konzertkarriere beginnen. Noch vor seinem 21. Geburtstag wurde ihm die amerikanische Staatsbürgerschaft verliehen.

1970 erhielt Laszlo den höchsten Grad der Sorbonne, den Doctorat és Lettres et Sciences Humaines. Er wechselte zum Leben eines Wissenschaftlers und Humanisten und lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten, darunter Yale, Princeton, Northwestern, der Universität von Houston und der Universität von New York.

Er ist Autor, Co-Autor oder Herausgeber von einundneunzig Büchern, die in vierundzwanzig Sprachen erschienen sind.

Laszlo wurde 2004 und 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert. Er ist Gründer und Präsident des globalen Think-Tanks The Club of Budapest und Gründer und Direktor des Laszlo-Instituts für neue Paradigma-Forschung in Italien.

“Was ist Realität? Die Neue Karte von Kosmos und Bewusstsein” Gebundenes Buch – 20. Juli 2018

Weitere Bücher des Verlages:

Schreibe einen Kommentar